Unsere Geschichte von Anfang an

Als der Krieg Ende Februar 2022 in der Ukraine begann war für alle klar:

«Wir wollen helfen!»

Da alle aus verschiedenen Bereichen kamen und wir uns gegenseitig gar noch nicht kannten, wurden die folgenden Tage zu einer riesigen Aktion des Vernetzens.

Ramona hat bei einer Sammelaktion, welche in einer Garage in Zug stattfand, ihre Hilfe beim Verpacken angeboten. Anfangs war es ihr Impuls ebenfalls gleich loszufahren und Hilfsgüter an die Grenze zu bringen, aber sie war nicht vernetzt, kannte niemanden in den angrenzenden Ländern. Also stand sie in der Garage mit den Unmengen an Hilfsgütern und sortierte. Die Menge war zu viel für ein PW. Damit Peter, der Initiator dieser Aktion, nicht durch das Organisieren der übrigen Güter gebremst wurde, hat sie sich entschieden die übrigen Sachen anzunehmen und sich darum zu kümmern.

Zeitgleich hat sich Simon bei Peter gemeldet und ihm einen grösseren Geldbetrag überwiesen. Auch er wollte helfen.

 

Nachdem Peter die zwei Helfer, Ramona und Simon, zusammengeführt hatte fuhr er los in Richtung Slowakei.

Sogleich ging das Telefonieren los. Sabrina wurde von Ramona in die Zweiergruppe eingeschleust und zeitgleich hat sich Ksenia eingeschaltet. Diese hatte bereits einen Raum organisiert und war eine Woche nach Kriegsbeginn bereits bereit, um die Räumlichkeiten zu beziehen. So entstand in Rotkreuz ein Sortierzentrum für die Güter von wo aus diese peinlichst genau kontrolliert und verpackt wurden.

Die erstellte Facebookgruppe wuchs rasant und schon bald brauchte man ein System, um die Güter zu kanalisieren. Langsam wurden die Arbeiten immer klarer definiert.

Sabrina hat die Güterorganisation und die Textkorrekturen übernommen. Auch war sie eine grosse Hilfe bei dem Transport der zwei Paletten Schachteln, die bei ihr in der Garage als Spende standen.

Simon war sehr mit Facebook und den ganzen Nachrichten beschäftigt, während er noch beim Sortieren half. Zudem hat er sich immer mehr und mehr auch um die Bedürfnisse der lokalen Flüchtlinge gekümmert.

Dennis der sich via Facebook als Freiwilliger gemeldet hat sich mit seinem Koordinationsgeschick zusammen mit einer weiteren Freiwilligen um die Einsätze der Fahrer gekümmert. Er selbst war auch mit seinem Fahrzeug an der Grenze Nähe Medyka.

Ramona’s Arbeiten konnten bunter nicht sein, jedoch stellte sich immer mehr heraus, dass das Vernetzen und Organisieren ihre grossen Stärken sind.

Durch diese Arbeit hat sich ein Kontakt zu einer Kanzlei ergeben, welche bei der Gründung des Vereins tatkräftig unterstützte.

Auch der Einsatz im Inland zusammen mit Simon wurde immer mehr zu einem wichtigen Punkt.

In Zusammenarbeit mit unserem freiwilligen Fahrer Mathias, welcher sich für die Fahrten im Inland einsetzte, wurde die erste Ladung an die ukrainische Botschaft in Bern geliefert.

Schnell wurden wir zu gross und brauchten einen grösseren Raum. Dieser wurde uns von der Firma KIRKBI in Baar zur Verfügung gestellt. Das alte Lager wurde in einer grösseren Aktion an einem Abend bezogen und am darauffolgenden Tag neu strukturiert.

In dieser Zeit entstand der wertvolle Kontakt mit dem Kantonsrat Mathias Bachmann aus dem Kanton Schwyz.

Mathias kaufte Export-Fahrzeuge ein, welche dann bei uns mit Sachspenden wie Windeln, Babynahrung, Operationsliege, Krücken, Infusionssets, Trockennahrung, Sterilisationsgeräten befüllt und ausgeliefert wurden. Dies war uns nur dank der langen Fahrerliste, welche sich in kürzester Zeit ergab, machbar.

So entstand eine sichere Route in das Kinderspital in Khmelnitsky.

Der Verein «Zentralschweiz hilft» hat sich, nach einer Sommerpause, nun entschieden mit bekannten Helferinnen und Helfern weitere Fahrten durchzuführen. Diese werden von der Gruppe «engagiert mit Herz» durchgeführt. Sie sind bestens vernetzt. Die Sicherheit unserer Fahrer und den Helfern in der Ukraine hat höchste Priorität. Aus diesem Grund arbeiten wir nur mit Menschen zusammen, denen wir vertrauen und die in den vergangenen Monaten unsere Spenden sicher verteilt haben. Dies nun auf einer neuen Route. 

Die Spenden werden von unseren neuen Fahrern und Vereinsmitgliedern, die auch schon einige Fahrten durchgeführt haben, an die Grenze zur Ukraine gefahren. Von dort werden sie von Pfarreimitgliedern der Griechisch-katholischen Eparchie Mukacheve in Uschgorod und der Griechisch-katholische Gemeinde der Hl. Peter und Paul in Mynaj abgeholt. Pfarrer Ivan Kupar aus Uschgorod organisiert die Verteilung der Güter im Landesinnern. Das Nötigste bleibt vor Ort. Der grössere Teil wird jedoch nach Dnipro und direkt in die Ortschaften an der Front gefahren.

Dnipro liegt rund 80km von Saporischschja entfernt. Diese Region ist nach wie vor sehr umkämpft und braucht immer noch Hilfe. Die Umstände sind katastrophal.

Durch unsere Beziehungen ins Landesinnere wissen wir genau was gebraucht wird. Das hilft uns, unsere Fahrzeuge effizient zu beladen und keine Ressourcen zu verschwenden. Zudem können wir so immer nachvollziehen, wo die Spenden hinkommen.

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